Samstag, 30. Juli 2016

Rezension: Die Geisha von Arthur Golden

Die Geisha
von Arthur Golden
Hardcover
Seitenzahl: 572

Um was geht es...

In den 30er Jahren verlebt Chiyo mit ihrer älteren Schwester ein einfaches, aber doch glückliches Leben
 in einem kleinem Fischerdorf in Japan. Doch das Schicksal schlägt zu und die Mutter erkrankt. Die beiden werden nach Kyoto ins Vergnügungsviertel verkauft und getrennt.
Chiyo kommt in eine Okya, ein Geishahaus....
Viele harte und aufopferungsvolle Jahre später erlernt Chiyo das Geishahandwerk. Sie legt ihr altes Leben und ihren Namen ab und wird zu Sayuri, einer sehr begehrten und bekannten Geisha.
Doch das ersehnte private Glück bleibt zunächst aus.... und ein Krieg zieht ins Land ein und verändert sehr viele Leben, auch das einer Geisha.

Meine Meinung...

Dieses Buch ist wunderschön, man taucht schon nach den ersten Worten in eine andere, mystische Welt voller Tanz, Intrigen und Geheimnissen ab. Dabei ist es nicht romantisch, vielmehr wird hier tatsächlich der Lebensweg eines Mädchen aus einem einfach Fischerdorf erzählt. Die Charaktere sind sehr eigen und stark in ihrem eigenen Handeln, die Dialoge sind edel und sprühen von Intelligenz. Es werden auch Themen wie Prostitution, Abtreibung, Selbstmord und Krieg behandelt, aber diese Themen fließen in die Handlung ohne anzuecken. Das Buch romantisiert nicht, sondern auch solche Themen gehören zu dieser Welt dazu.
Die Welt, in der Chiyo hinein geworfen wird, wird uns als Leser genau beschrieben, als würde man selbst durch die Straßen von Gion spazieren gehen.

(Eine kleine Anmerkung von mir: Im Buch und auch heute sind Geishas nicht als Prostituierte bekannt, sondern als Künstlerinnen. Doch wieso? Im Buch wechselt Geld den Besitzer, so erkauft sich der Mann an manchen Stellen gewisse Freiheiten. Ist das nicht Prostitution? Ist das Fiktion? Ist das tatsächlich Tradition? Ich kann es nicht sagen und das ist wohl auch ein Diskussionsthema, das man immer wieder erörtern kann.)

Mein Fazit schlussendlich lautet:

Lesen sie es! Es lohnt sich, man wird in eine andere, geheimnisvolle Welt geführt und verlebt mit Chiyo ihren schweren Werdegang von Anfang an.
Der Film lohnt sich meiner Meinung nach auch, wunderbar! Allerdings ist er ein wenig romantischer als das Buch.