Dienstag, 4. April 2017

# Marina von Carlos Ruiz Zafon

Marina von Carlos Ruiz Zafon /Erschienen im Fischer Verlag mit 249 Seiten


Inhalt:

»Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis unter Verschluss. Das hier ist das meine.« So beginnt Óscar Drai seine Erzählung. Der junge Held des Romans sehnt sich danach, am Leben Barcelonas teilzuhaben, und streift am liebsten durch die verwunschenen Villenviertel der Stadt. Eines Tages trifft er auf ein faszinierendes Mädchen. Sie heißt Marina, und sie wird sein Leben für immer verändern.
Gemeinsam werden die beiden in das düstere Geheimnis um den ehemals reichsten Mann Barcelonas gesogen. Schmerz und Trauer, Wut und Größenwahn reißen sie mit sich, eine höllische Verbindung von vernichtender Kraft. Aber auch Marina umgibt ein Geheimnis. Als Óscar schließlich dahinterkommt, ist es das jähe Ende seiner Jugend.

Meine Meinung:

''Marina'' ist mein erstes Buch von Mister Zafon. Es hat nicht so viele Seiten, aber nach Beendigung des Buches kann ich sagen, jeder Einzelne war es wert.
Zuerst fällt dem Leser die wunderschöne Sprache auf, sie nimmt einem gefangen und beschreibt ein wundervolles und geheimnisvolles Barcelona. Da ich da nie war, konnte ich nun nicht direkt Bezug auf die Ortsnamen und Stadtteile nehmen, aber das mindert das Lesevergnügen nicht.

Die Geschichte ist makaber, spannend und mystisch... ein wenig hat es mit an den Roman um Dorian Gray erinnert. Die Atmosphäre stimmt einfach.
Nach und nach entfaltet sich die Geschichte, die ''Zeugen'' erzählen ihre Version und so kommt Puzzleteil um Puzzleteil dazu und das Geheimnis um die Dame und des schwarzen Schmetterlings wird enthüllt, welches Oscar und Marina aufdecken wollen.
Oscar ist sehr selbständig, er hat keinen richtigen emotionalen Bezug zu seinen Eltern, er lebt im Internat, die Feiertage verbringt er auch dort. Er will Architekt werden und ist sehr neugierig.
Marina ist die Tochter von Germain, eines Malers, der nicht mehr malt. Sie ist Oscars erste Liebe und will unbedingt Schriftstellerin werden. Sie lebt mit ihrem Vater und dem Kater allein in ihrem großen Haus, ohne moderne Technik...bis eines Tages Oscar auftaucht.
Das Ende ist sehr emotional und auch traurig. Ich musste ein paar Tränen verdrücken, es war sehr hart und ging mit sehr ans Herz.

Fazit:

Ein außergewöhnliches Buch, der ans Herz geht und das man nicht so schnell vergisst. Bestimmt nicht mein einziges Buch des Autors.


5 von 5 Sternen